“Indiana Jones” lässt grüßen beim vierten Abenteuer nach Enid Blyton, das im Vergleich zu den Vorgängern weniger Humor besitzt und auf Unterhaltung für ein etwas älteres Publikum ohne allzu große Ansprüche setzt. Mittlerweile sind aus Valeria Eisenbart alias George, Quirin Oettl alias Julian und Justus Schlingensiepen alias Dick Teenager an der Schwelle zum Erwachsenwerden geworden. Das heißt, mit den abenteuerlustigen Kids wie man sie aus den Jugendbüchern von Enid Blyton kennt, haben sie nur noch wenig gemein. Dennoch hat Mike Marzuk sie allesamt für seinen nunmehr vierten Leinwandstreich erneut engagiert. Der führt dieses Mal ins ferne Ägypten, wo man in “Indiana Jones”-Manier auf Schatzsuche im Pharaonengrab geht. Dabei verteilt sich ein Großteil der Geschichte auf zwei Locations: Die Wüste und das Grab. Während die detektivisch veranlagten Freunde eine nicht enden wollende Viertelstunde des Films im heißen Sand und unter sengender Hitze gegen das Verdursten kämpfen, kommt es in den Labyrinth-artigen Gängen des Grabes zum Showdown. Dort will nämlich der niederträchtige Chef eines schwarze Kapuzenmäntel tragenden Geheimbundes nicht nur den getreuen Hund Timmy den Göttern opfern, er droht auch damit, Timmys zweibeinige Freunde in einer Grabkammer, die über eine absenkbare Decke verfügt, sprichwörtlich platt zu machen. Wie diese nervenaufreibenden Szenen andeuten, ist Teil vier eher für ein älteres Publikum (etwa zwischen zehn und 14 Jahren) gedacht. Denn die Spannung wird immer wieder hoch gehalten, etwa, wenn die Fünferbande in einem brennenden Lieferwagen eingesperrt ist und erst in letzter Sekunde entkommen kann. Selbst so etwas wie eine Liebesbeziehung bahnt sich da zwischen George und einem ägyptischen Taschendieb an, der sich im Laufe des Films vom Saulus zum Paulus wandelt. Am Ende kommt es zwar nicht zum Kuss, aber immerhin zu einer innigen Umarmung zwischen den beiden. Ansonsten ist man kaum um Authentizität bemüht, jeder spricht wie ihm der Schnabel gewachsen ist, mal radebrechend deutsch, mal mit, mal ohne Dialekt und dann wieder in der Landessprache. Immerhin sorgt Mehmet Kurtulus als schnauzbärtiger Bösewicht für ein kleines Highlight, während der im Vergleich zum Vorgänger erstaunlich humorlose Film zumindest in ein paar Slapstickszenen, wenn etwa der flüchtige Anwalt einen Mülleimer übergestülpt bekommt, zum Schmunzeln einlädt. Auch wenn hier das eine oder andere nicht ganz rund läuft, hat auch das vierte Abenteuer der “Fünf Freunde” die Chance auf eine Million Zuschauer. Schließlich konnten alle drei Vorgänger diese magische Schallmauer durchbrechen. lasso.
Originaltitel: Fünf Freunde 4 Sprache: Deutsch DD 5.1/Deutsch DD 2.0/Dt. f. Sehg. Untertitel: Englisch/Dt. f. Hörg. Regie: Mike Marzuk
Darsteller: Valeria Eisenbart (George), Quirin Oettl (Julian), Justus Schlingensiepen (Dick), Neele Marie Nickel (Anne), Omid Memar (Aunie), Samuel Finzi (Bernhard Kirrin), Lucie Heinze (Elena), Adnan Maral (Ramsi), Pasquale Aleardi (Staatsanwalt), Ramin Yazdani (Ibrahim), Jens Atzorn (Steven Taylor), Harald Glööckler (Mr. Bings), Mehmet Kurtulus (Farouk)
Produktion: Andreas Ulmke-Smeaton Produktionsland: Deutschland Produktionsjahr: 2014 Bildformate: 1:2,40/16:9 Mehrkanalton: Dolby Digital 5.1 Medienanzahl: 1 Laufzeit: 93 min. Features: Making of, Featurettes, Interviews, Trailer
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